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Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten

 

Leben Menschen in besonderen Lebensverhältnissen, die mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, deren Überwindung häufig für den Betroffenen alleine nicht möglich ist, können Sie zur Überwindung dieser Notlage Unterstützung erhalten (§§ 67 - 69 SGB XII).

Soziale Schwierigkeiten liegen vor, wenn ein Leben in der Gemeinschaft durch ausgrenzendes Verhalten der betroffenen Person selbst oder ihrer Umwelt wesentlich eingeschränkt ist.

Die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten richtet sich an Menschen, die beispielsweise von Obdachlosigkeit betroffen sind, ein Suchtproblem haben oder nach einem Gefängnisaufenthalt in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden müssen.

Ziel der Unterstützung ist es, betroffene Personen zu befähigen, ihr Leben im Alltag selbständig zu meistern.  Die sozialen Schwierigkeiten müssen deutlich das Maß allgemeiner sozialer Schwierigkeiten, wie sie im Leben jedes Menschen auftreten können - beispielsweise bei einer Scheidung, Arbeitslosigkeit oder ähnliches – übersteigen. Schwierige Lebensverhältnisse sind nicht identisch mit Lebenskrisen!

Der Leistungsberechtigte muss bereit sein, die Hilfe anzunehmen. Wird nur Unterkunft und Verpflegung z. B. in einer Übernachtungsstätte begehrt, handelt es sich nicht um Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach den §§ 67 – 69 SGB XII.

Soweit die sozialen Schwierigkeiten durch Maßnahmen anderer Leistungsträger, z. B. von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder dem Sozialamt beseitigt werden können, haben diese Maßnahmen Vorrang vor den Hilfen nach §§ 67 - 69 SGB XII.

Sachliche Zuständigkeit für die Hilfen nach §§ 67 – 69 SGB XII:

Die örtlichen Träger der Sozialhilfe sind seit dem 01.01.2018 für die Leistungen im ambulant betreuten Wohnen nach § 67 SGB XII sachlich zuständig.

Der Kommunale Sozialverband Sachsen ist für Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres für die Hilfen nach § 67 SGB XII in stationären Einrichtungen sachlich zuständig.