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Behindertenhilfe

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Eingliederungshilfe

 

Menschen mit einer nicht nur vorübergehenden geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderung, die aufgrund ihrer Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt oder von einer solchen Behinderung bedroht sind, erhalten Leistungen zur Eingliederung, um ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, behinderungsbedingte Nachteile möglichst auszugleichen oder zu mildern. Menschen mit Behinderungen soll dadurch die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eröffnet werden. Sie sollen ihr Leben nach ihren Neigungen und Fähigkeiten gestalten.

Die Leistungen der Eingliederungshilfe werden unterteilt in Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Leistungen zur Teilhabe an Bildung und Leistungen zur Sozialen Teilhabe. Diese Leistungen können von unterschiedlichen Sozialleistungsträgern erbracht werden.

Die Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) ist eine Leistung der Sozialhilfe.

Es gilt auch hier der Grundsatz der Nachrangigkeit. Das bedeutet, dass Sozialhilfe nur geleistet werden kann, wenn die betroffene Person sich nicht selbst helfen kann oder die notwendige Hilfe auch nicht von anderen, insbesondere von (Familien-) Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen (z. B. Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Bundesagentur für Arbeit) erhalten kann.

Für die Finanzierung der Leistungen der Eingliederungshilfe in Sachsen ist - je nach Lebensalter und Leistungsart - entweder das örtliche Sozialamt beim Landkreis oder der kreisfreien Stadt oder der KSV Sachsen als überörtlicher Träger der Sozialhilfe zuständig.

Der KSV Sachsen ist sachlich zuständig für alle Leistungsberechtigten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und folgende Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten:

  • teilstationäre Leistungen der Eingliederungshilfe,
  • stationäre Leistungen der Eingliederungshilfe oder
  • Eingliederungshilfe im ambulant betreuten Wohnen nach § 53 SGB XII.

Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sind insbesondere:

  • Leistungen zur Sozialen Teilhabe für ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben im ambulant betreuten Wohnen, oder in Wohnheimen und Außen-wohngruppen,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), bei einem anderen Leistungsanbieter oder als Budget für Arbeit.
  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung als Hilfen zu einer angemessenen Schul- oder Berufsausbildung oder zum Besuch einer Hochschule,
  • Leistungen zum Erwerb und Erhalt praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten in einer Tagesstätte bzw. im Förder- und Betreuungsbereich.

Diese Aufzählung der möglichen Leistungen ist nicht abgeschlossen und beschränkt sich auf die Wesentlichsten. Weitere oder andere Leistungen der Eingliederungshilfe können im Einzelfall erforderlich sein.