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Behindertenhilfe

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Was ist Hilfe zur Pflege?

 

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind gegenüber den Leistungen der Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe vorrangig. Das heißt, Versicherte müssen zunächst bei ihrer Pflegekasse einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen. Die Pflegekassen beraten ihre Versicherten über ihre Leistungen und die Möglich-keiten der Pflege und Versorgung.

Wenn die Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen, kann der notwendige Pflegebedarf bei finanzieller Bedürftigkeit durch die Sozialhilfe im Rahmen der Hilfe zur Pflege gedeckt werden.

Für die Gewährung dieser Hilfen dürfen bestimmte Einkommens- und Vermö-gensgrenzen nicht überschritten werden.

Voraussetzung für die Gewährung von Hilfe zur Pflege ist das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit, d. h. es muss ein Pflegegrad vorhanden sein.

Die Ermittlung des Pflegegrades und der Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten erfolgt in einem Begutachtungsverfahren durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).

Leistungen für Pflegebedürftige können je nach Einzelfall gewährt werden für:

  • die häusliche Pflege (z. B. Versorgung durch ambulante Pflegedienste),
  • die Tages- oder Nachtpflege oder
  • die stationäre Pflege in einem Pflegeheim oder Wohnpflegeheim.

Die Pflege soll vorrangig in der eigenen Wohnung als häusliche Pflege erfolgen, damit der Pflegebedürftige möglichst lange in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann. Eine Heimaufnahme soll vermieden werden.

Wenn die Möglichkeiten der Versorgung durch die Familie, Angehörige oder ambulante Pflegedienste nicht mehr ausreichen, können teilstationäre (Tages- oder Nachtpflege) oder stationäre Pflegeleistungen (Pflegeheim oder Wohn-pflegeheim) gewährt werden.

Für Personen die keinen Pflegegrad erreichen und dennoch einen notwendigen Bedarf z. B. bei der hauswirtschaftlichen Versorgung haben, kommen unter bestimmten Voraussetzungen andere Leistungen der Sozialhilfe in Betracht.