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Soziale Entschädigung

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Heil- und Krankenbehandlung

 

Heilbehandlung wird Beschädigten für Gesundheitsstörungen, die als Folge einer Schädigung anerkannt oder durch eine anerkannte Schädigungsfolge verursacht worden sind, gewährt, um die Gesundheitsstörungen oder die durch sie bewirkte Beeinträchtigung der Berufs- oder Erwerbsfähigkeit zu beseitigen oder zu bessern, eine Zunahme des Leidens zu verhüten, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden, zu mindern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten, körperliche Beschwerden zu beheben, die Folgen der Schädigung zu erleichtern oder um den Beschädigten eine möglichst umfassende Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Heilbehandlung wird Schwerbeschädigten (Grad der Schädigungsfolgen von mind. 50) auch für Gesundheitsstörungen gewährt, die nicht als Folge einer Schädigung anerkannt sind.

Krankenbehandlung kann unter bestimmten Voraussetzungen für den Ehegatten, für den eingetragenen Lebenspartner, für die Kinder, für weitere Angehörige oder unentgeltliche Pflegekräfte, für Witwen/Witwer, für hinterbliebene eingetragene Lebenspartner, für Waisen und versorgungsberechtigte Eltern gewährt werden.

Ansprüche auf Heil- oder Krankenbehandlung können bestimmten Ausschlussgründen unterliegen.

Die Heil- und Krankenbehandlung umfasst

  • ambulante ärztliche und zahnärztliche Behandlung,
  • Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln,
  • Versorgung mit Heilmitteln einschließlich Krankengymnastik, Bewegungstherapie, Sprachtherapie und Beschäftigungstherapie sowie mit Brillengläsern und Kontaktlinsen,
  • Versorgung mit Zahnersatz (nur bei Heilbehandlungsanspruch),
  • Behandlung in einem Krankenhaus oder in einer Rehabilitationseinrichtung,
  • häusliche Krankenpflege,
  • Versorgung mit Hilfsmitteln,
  • Belastungserprobung und Arbeitstherapie,
  • nichtärztliche sozialpädiatrische Leistungen,
  • Psychotherapie als ärztliche und psychotherapeutische Behandlung und Soziotherapie,
  • stationäre Behandlung in einer Kureinrichtung.

Die Vorschriften für die Leistungen, zu denen die Gesetzliche Krankenversicherung ihren Mitgliedern verpflichtet ist, gelten entsprechend, soweit im Sozialen Entschädigungsrecht nichts anderes bestimmt ist.