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Soziale Entschädigung

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Leistungen im Todesfall

 

Stirbt ein Beschädigter durch einen nach dem Sozialen Entschädigungsrecht geschützten Tatbestand, so haben die Witwe, der Witwer, der eingetragene Lebenspartner oder die eingetragene Lebenspartnerin Anspruch auf insbesondere folgende Rentenleistungen

  • Hinterbliebenengrundrente (einkommensunabhängig)
  • Hinterbliebenenausgleichsrente (einkommensabhängig)
  • Schadensausgleich (einkommensabhängig)

Die Waisen und die Eltern des Verstorbenen haben unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls Anspruch auf einkommensunabhängige und/oder einkommensabhängige Rentenleistungen.

Es ist für den Anspruch nicht entscheidend, ob der Tod des Angehörigen zeitgleich mit der Schädigung oder erst später durch die gesundheitlichen Auswirkungen der Schädigung eingetreten ist. In solchen Fällen spricht man davon, dass der Tod die Folge einer Schädigung im Rahmen des Sozialen Entschädigungsrechts ist.

Ist der spätere Tod des Angehörigen nicht die Folge einer Schädigung haben dessen Hinterbliebene dennoch Anspruch auf Beihilfeleistungen. Beihilfeleistungen werden entsprechend den regulären Rentenleistungen für Hinterbliebene berechnet, sind jedoch gesteigert einkommensabhängig. Die unterschiedliche Behandlung wird verständlich, wenn man bedenkt, dass in diesen Fällen gerade nicht die ursprüngliche Schädigung zum Tod des Angehörigen geführt hat (z.B. Tod aufgrund hohen Alters des Angehörigen oder durch einen sonstigen Unglücksfall).

Für den Tod des Angehörigen besteht zudem Anspruch auf Bestattungsgeld und – soweit der Verstorbene bereits selbst Anspruch auf laufende Rentenleistungen hatte – Anspruch auf ein Sterbegeld.