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Soziale Entschädigung

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Rentenleistungen

 

Die monatlichen Rentenleistungen für Beschädigte gliedern sich nach einem System, das weitgehend vom Grad der Schädigungsfolgen (GdS) abhängig ist. Der Leistungskatalog ist vielseitig und kann hier nur vereinfacht dargestellt werden.

Der GdS ist nach den allgemeinen Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen, die durch die als Schädigungsfolge anerkannten körperlichen, geistigen oder seelischen Gesundheitsstörungen bedingt sind, in allen Lebensbereichen zu beurteilen. Der GdS wird nach Zehnergraden von 10 bis 100 bemessen. Vorübergehende Gesundheitsstörungen bis zu sechs Monaten sind nicht zu berücksichtigen. Ist der Beschädigte besonders beruflich betroffen, kann der GdS innerhalb der Grenze von 100 um einen Zehnergrad erhöht werden.

Ab einem GdS von 30 besteht Anspruch auf eine Beschädigten-Grundrente. Die Grundrente ist in der Höhe entsprechend des aufsteigenden GdS gestaffelt und einkommensunabhängig. Bei einem GdS von weniger als 30 besteht nur Anspruch auf Heilbehandlung für die Schädigungsfolgen; weder Grundrente noch andere Rentenleistungen sind zu gewähren.

Beschädigte mit einem GdS von 100, die durch die anerkannten Schädigungsfolgen gesundheitlich außergewöhnlich betroffen sind, erhalten eine einkommensunabhängige Schwerstbeschädigtenzulage, die nach 6 Stufen aufsteigend gewährt wird.

Solange der Beschädigte infolge der Schädigung hilflos ist, besteht Anspruch auf eine einkommensunabhängige Pflegezulage. Die Pflegezulage wird entsprechend einer aufsteigenden Hilflosigkeit nach 6 Stufen gezahlt.

Beschädigte, bei denen Blindheit als Folge einer Schädigung anerkannt ist, erhalten eine einkommensunabhängige Zulage zum Unterhalt eines Führhunds und als Beihilfe zu den Aufwendungen für fremde Führung.

Verursachen die anerkannten Folgen der Schädigung einen außergewöhnlichen Verschleiß an Kleidung oder Wäsche, so werden die dadurch entstehenden Kosten mit einem einkommensunabhängigen Pauschbetrag ersetzt.

Beschädigte mit einem GdS von mind. 50 erhalten eine einkommensabhängige Beschädigten-Ausgleichsrente, wenn sie infolge ihres Gesundheitszustands oder hohen Alters oder aus einem von ihnen nicht zu vertretenden sonstigen Grund eine ihnen zumutbare Erwerbstätigkeit nicht oder nur in beschränktem Umfang oder nur mit überdurchschnittlichem Kräfteaufwand ausüben können. Die Ausgleichsrente ist in der Höhe entsprechend des aufsteigenden GdS gestaffelt.

Beschädigte mit berücksichtigungsfähigen Kindern erhalten einen einkommensabhängigen Kinderzuschlag.

Verheiratete Beschädigte oder Beschädigte, die in eingetragener Lebenspartnerschaft leben, erhalten einen einkommensabhängigen Ehegattenzuschlag.

Grundrentenberechtigte Beschädigte, deren Einkommen aus gegenwärtiger oder früherer Tätigkeit durch die Schädigungsfolgen gemindert ist, erhalten einen einkommensabhängigen Berufsschadensausgleich.