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Opferentschädigung

Schnelle Hilfe in einer Traumaambulanz

Nach einer Gewalttat sind die Betroffenen häufig auch seelisch schwer belastet. Schnelle psychologische bzw. psychotherapeutische Unterstützung kann daher sehr hilfreich sein. Diese Hilfe können Betroffene in sogenannten Traumaambulanzen erhalten. Dies sind Einrichtungen, die im Umgang mit seelischen Verletzungen besonders kompetent sind.

 

Betroffene erhalten hier umgehend Beratung, auch zur Antragstellung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG), und bei Bedarf therapeutische Betreuung von bis zu 15 Sitzungen. Die ersten fünf Sitzungen dienen der Abklärung des psychotherapeutischen Behandlungsbedarfs (probatorische Sitzungen) und können ohne Genehmigung durch den KSV beansprucht werden. Ein Antrag auf Schnelle Hilfen sollte spätestens nach der zweiten Sitzung gestellt werden. Sollte weiterhin ein Behandlungsbedarf bestehen, können nach einer Vorabprüfung (Erleichtertes Verfahren) durch den KSV Sachsen bis zu zehn weitere Sitzungen in Anspruch genommen werden. Bei Kindern und Jugendlichen besteht Anspruch auf acht probatorische Sitzungen und bis zu zehn weitere. Neben unmittelbar Geschädigten selbst können auch Angehörige, Hinterbliebene und nahestehende Personen schnelle psychologische Hilfe in einer Traumaambulanz erhalten.

 

Betroffene können diese schnelle psychologische Hilfe in der Traumaambulanz innerhalb von zwölf Monaten nach der Gewalttat oder Kenntniserlangung darüber bzw. innerhalb von zwölf Monaten nach Auftreten der der akuten Belastung in Anspruch nehmen. Die erforderlichen Fahrtkosten zur nächstgelegenen Traumaambulanz übernimmt der KSV Sachsen. Auch eventuell anfallende Betreuungskosten für Kinder können geltend gemacht werden.

 

Traumaambulanzen im Freistaat Sachsen:

 

 

 

 

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, das Kompetenzzentrum Traumaambulanzen für Sachsen und der KSV Sachsen stehen gemeinsam in Verhandlung mit weiteren Einrichtungen, um mittelfristig ein flächendeckendes Netz an Traumaambulanzen für Opfer von Gewalttaten im Freistaat Sachsen zu schaffen.

© Kommunaler Sozialverband Sachsen 2021

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